Das Entscheidende wie Sie Ihr Ziel erreichen…

Als ich im letzten Sommer mit meinem Lebensgefährten zum Sommerfest seiner Firma eingeladen war, versprach es ein aktiver Nachmittag zu werden. Angekündigt war Spaß im Kletterpark und bitte bequeme Kleidung.

Das freute mich sehr denn ich wollte die ganze Zeit schon mal einen Kletterpark besuchen um mich mal anders heraus zu fordern und eine Abwechslung vom Joggen und Yoga zu haben.

Ein 8 Meter hoher Pfosten wartete darauf von uns bestiegen zu werden, um sich dann ohne Halt obendrauf zu stellen. Das klang zunächst relativ einfach, zumal eine 3-fache Sicherung vorgesehen war.

Der Leiter der Verkaufstruppe, animiert von seinem Gefolge – denn es sah nicht so aus als ob er wirklich selbst wollte –, wurde als Erster auserkoren, den „Holzgipfel“ zu besteigen. Als ihm das Sicherheitsgeschirr angelegt wurde, schien er noch vollen Mutes und von allen angefeuert. Sogar sein Hund sprang begeistert umher. Hoch hinaus erklomm er die ganzen 8 Meter und wollte sich gerade darauf vorbereiten, beide Füße auf die 30 cm große Oberfläche zu stellen, als ihm plötzlich die Angst überfiel.

Die Blockade zum Erfolg

Es geschah das, was vielen den Erfolg vermiest, wenn man diese eine Sache nicht beachtet.

Er sah hinunter – und ja, von oben gesehen sind 8 Meter wörtlich jede Menge Holz – und im Gehirn fing es an endlos zu rattern.

„Hilfe, ich falle gleich“, „Was könnte passieren, wenn nun dies oder jenes geschieht.“

Horrorszenarien sprudelten im Kopf.

Kein Gedanke wurde mehr daran verschwendet, dass man tatsächlich 3-fach gesichert, nicht hinunterfallen kann, selbst wenn er wollte.

In diesem Moment ist das Gehirn im Alarm-Modus, im Fachjargon auch genannt die „Fight-and-Flight-Reaktion“ (Kampf-und-Flucht-Reaktion).

Hilfe – Holt mich hier raus!

In diesem Moment ist unser Gehirn lediglich in der Lage, blitzschnell einen Weg heraus zu suchen: wegrennen, kämpfen oder erstarren.

Im Fall des Gebietsleiters, der sich immer noch krampfhaft 8 Meter hoch an dem Pfosten festklammerte, war keine Flucht, geschweige denn Kampf, möglich. Er war offensichtlich so beeindruckt von der Höhe, dass er erstarrte und weigerte, einen weiteren Versuch zu unternehmen.

Er wurde schließlich an den Seilen heruntergelassen und von seinem verängstigten Hund erleichtert begrüßt.

Während ich mir das ganze Spektakel anschaute, war ich noch entschlossen auch mitzumachen. Die nächsten Teilnehmer schafften es zwar sich obendrauf zu stellen, allerdings nach viel Überwindung.

Die Angst beschlich mich und ich wusste, wenn ich obenauf stehen will muss ich mir hier und jetzt einen vernünftigen Plan überlegen.

Man/Frau will sich ja schließlich nicht blamieren.

Schon war ich an der Reihe und die Sicherheitsausrüstung wurde angelegt.

Ich spürte die Aufregung gnadenlos in mir ansteigen.

„Was wenn ich das auch nicht schaffe?“, das übliche Scenario spielte sich ab…

Die Lösung

Da fiel mir ein: „Ich kann ja klopfen“.

Die Klopftechnik (oder Meridianklopfen bzw. EFT) ist eine Methode aus der Traditionell Chinesischen Medizin, gut vergleichbar mit Akupressur, bei der bestimmte Punkte am Körper sanft mit Zeige- und Mittelfinger beklopft werden, damit eine Entspannung ausgelöst wird, während man an das belastende Problem denkt. Die negativen Gefühle werden durch die Entspannungstechnik aufgelöst. Die Erinnerung bleibt, aber die Beklemmung verschwindet.

Die Klopftechnik mit der Hand anwenden konnte ich nicht, da viele Leute um mich herumstanden und ich bereits den Helm trug.

Das Schöne an dieser Technik ist, dass sie auch hilft, wenn man es nur mental (in Gedanken) macht, weil das Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen Realität und Einbildung. Also fing ich damit an, während der letzte vom Pfahl heruntergelassen wurde.

Bis ich an der Reihe war, fühlte ich mich noch etwas unsicher, dennoch beruhigt und zuversichtlich, dass bestimmt alles gut sein wird.

Ich stieg hoch und nahm mir fest vor, auf keinen Fall nach unten zu schauen und zügig die Füße auf das Podest zu stellen, ohne dass meine Gedanken mir in die Quere kommen könnten. Bis auf einen Fehlversuch, der mich nach hinten warf, gelang es mir tatsächlich, mich oben hinzustellen und sogar den schönen Ausblick zu genießen!

Es war eine tolle Erfahrung, einmal über meine Grenzen hinaus zu wachsen.

Die Biologie von Stress

Wenn Menschen sich bedroht fühlen, entstehen negative Gedanken über die Situation und das was passieren könnte.

Vor sehr langer Zeit war es der hungrige Bär im Wald, vor dem wir fliehen mussten, um zu überleben.

Heute sind es Vorstellungsgespräche oder Prüfungen, die Unsicherheit und Angst auslösen.

Vom Gehirn und Nebennieren wird das Stresshormon Cortisol ausgeschieden, so dass verschiedene Funktionen unseres Körpers, der Stresssituation entsprechend, reguliert werden können.

Das ist erstmal gut, so dass wir angemessen reagieren können, aber was ist wenn der Mensch zu häufig und zu lang an Stress leidet?

Eine häufige Ausschüttung dieses Dauer-Stress-Hormons kann im Hirn Nervenzellen schädigen. Anhaltender Stress wird bei Erwachsenen vor allem mit Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Erschöpfungs- und Angstzuständen sowie Depression in Zusammenhang gebracht.

Stress zu vermeiden, wäre natürlich ideal, jedoch nicht realistisch. Es wird immer mal Situationen geben, durch die wir uns überfordert fühlen.

Positiver Stress bei einer bestimmten Aufgabe kann uns sogar motivieren.

Wenn wir allerdings zu häufig unter Stress stehen, leidet unsere Kreativität und Lösungsfindung darunter.

Deswegen ist es wichtig, rechtzeitig die Anzeichen von Stress zu erkennen, und durch Entspannungstechniken wie Meridianklopfen oder eine Meditationspraxis sich auf bestimmten neuen Situationen angemessen vorbereiten zu können.

Falls Sie mehr darüber wissen möchten, stehe ich für eine kostenlose Erstsitzung (15 Min.) gern zur Verfügung.

Helga Blondeel
Heilpraktikerin Psychotherapie

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