Zweifelst Du noch oder glaubst Du schon?

Mitten im Gespräch mit meinem Existenzgründungsberater, ganz am Anfang meiner Selbständigkeit, sagte er zu mir: „Frau Blondeel, seien Sie mir bitte nicht böse, aber ich erkläre Ihnen mal den Unterschied zwischen Männer und Frauen.“ Wie gespannt war ich, zu hören was jetzt kommt. Er fuhr fort: „Frauen wollen erst mal nur noch diese und jene Weiterbildung absolvieren und Männer, die tun es einfach“.

Wie Recht er hatte, zumindest was meiner „Sucht“, lieber erst mal was zu lernen als endlich tätig zu werden, betraf.

Nicht dass Sie mich falsch verstehen. Weiterbildung ist wichtig und es macht auch Spaß, etwas Neues zu lernen. Allerdings ist es wichtig zu erkennen, wann nun gut ist und ich das Gefühl habe, qualifiziert genug zu sein.

Wann ist der Zeitpunkt gekommen, sich als Expertin meines Tätigkeitsgebietes zu zeigen? Ich wusste, dass ich diesen Moment hinausschob, aus Angst, von anderen den Spiegel meines eigenen Selbstzweifels vorgehalten zu bekommen.

Das führt definitiv nicht zum Erfolg – geschweige denn, zum finanziellen Wohlstand.

Das tut eher weh!

Das tut so weh, dass es lähmt, weil das Selbstvertrauen einen Knacks bekommt und ich mir schließlich nur noch Selbstvorwürfe machte, bis Ende des Tages nichts Konstruktives erledigt zu haben und im Grunde nur die Zeit verplemperte mit vermeintlich wichtigen Angelegenheiten.

Das muss nicht sein!

„Wie hört man damit auf“, fragen Sie jetzt bestimmt.

Im Grunde kommt es darauf an, was und wie stark Sie was wollen. Dann kann Sie sowieso nichts aufhalten.

Diese negative innere Stimmen, das Teufelchen auf der Schulter, unser Ego, wie auch immer Sie das nennen mögen, diese werden immer da sein. Nehmen Sie diese wahr und versuchen Sie zu verstehen, was die Ihnen mitteilen wollen.

Häufig sind es Anteile von uns, die uns nur beschützen möchten, weil etwas Neues oder eine Herausforderung vor uns liegt.

Allerdings sind diese Stimmen sehr mächtig, weil sie aus einer Angst heraus entstehen.

Eine kindliche Angst, weil wir früher wegen eines Auftritts vor der Klasse einmal ausgelacht wurden, zum Gruppensport als Letzte ausgewählt wurden oder eine Prüfung versemmelt hatten.

Dieses Schamgefühl; diese Niederlage zu erleben, ist sehr prägend. Die Erinnerung daran verblasst zwar mit der Zeit, das Gefühl jedoch bleibt bestehen und sorgt dafür, dass wir unbewusst jede Erfahrung, die das gleiche Gefühl auslösen könnte, sehr geschickt aus dem Weg gehen. Immerhin haben wir uns einst – auch unbewusst – geschworen, so etwas nie mehr erleben zu wollen.

Dieser Hindernislauf schränkt uns sehr ein. Es nimmt uns die Luft zum atmen, die Ideen für das nächste Projekt, gar die Freude zum Leben und hindert uns daran, offen Menschen zu begegnen.

Es gibt aber eine Lösung, und zwar eine die schon die ganze Zeit in uns schlummert und nur darauf wartet, von uns selbst entdeckt und genutzt zu werden.

Diese Lösung ist die Verbindung zu uns selbst. Wie ist diese Verbindung? Was denken und fühlen wir über uns selbst und unser Leben? Wie nehmen wir unseren Körper wahr? Wie sehen wir unsere Makel am Körper? Machen wir uns Vorwürfe? Mit welchem Gefühl stehen wir morgens auf?

Sie merken es vielleicht bereits. Es erfordert eine große Portion Wille und Mut, in sich zu schauen und einfach nur diese Dinge erst mal wahrzunehmen.

Einfach nur für sich da zu sein.

Ohne Erwartung und ohne Wertung.

Vielleicht merken Sie sogar, dass es sich doch nicht so schlimm anfühlt, als Sie anfangs gedacht hatten.

Vielleicht kommen aber doch einige Dinge hoch, die offensichtlich da sind und Ihre Aufmerksamkeit und Mitgefühl verlangen.

Das wäre doch sogar ein Geschenk, denn jetzt wissen Sie was zu tun ist.

Und wer ist denn ihr bester Freund und Gefährte, wenn nicht Sie selbst?

Sich selbst zu entdecken ist die schönste Entdeckungsreise, die ich bis jetzt in meinem Leben machen durfte.

Ich lade Sie ein, zu erfahren, wie ich Sie dabei unterstützen kann und freue mich, von Ihnen zu hören.

Ihre
Helga Blondeel

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